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Mekonnen Mesghena leitet das Referat Migration, Citizenship und Interkulturelle Demokratie in der Heinrich-Böll-Stiftung. Am Anfang des 21. Jahrhunderts scheinen Politik, Wirtschaft und andere Teile der Gesellschaft die bundesdeutsche Realität und den Handlungsbedarf in der Einwanderungs- und Integrationspolitik klar erkannt zu haben. Deutschland braucht eine sachliche Debatte und von Vernunft geprägte Entscheidungen über die Gestaltung der Einwanderungs- und Integrationspolitik. Der historische "Paradigmenwechsel" in der Zuwanderungsdebatte - nämlich von der Verleugnungspolitik "Deutschland ist kein Einwanderungsland" zur Anerkennung der Realität "Deutschland ist ein Einwanderungsland" - bietet Chancen, eine wichtige Dimension der gesellschaftlichen Vielfalt, endlich wahrzunehmen, anzuerkennen und zu gestalten.
Abgesehen von dieser seltsamen "politischen Wirklichkeit" ist die Interkulturalität Deutschlands jedoch längst eine gesellschaftliche Realität, die darauf wartet, politisch gestaltet zu werden. Nur ein modernes und weltoffenes Land, das seinen republikanischen Verpflichtungen nachkommt sowie die kulturellen, sozialen und ökonomischen Interaktionen aller Menschen in der Gesellschaft offensiv fördert und gestaltet, kann in Zeiten fortschreitender Globalisierung mithalten. Deutschland als Teil eines vereinigten Europas im 21. Jahrhunderts muss den Anforderungen eines modernen Staates gerecht werden.
Gesellschaftliche Integration setzt aber Chancengleichheit und gleiche Rechte in allen wichtigen Bereichen von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik voraus: in Arbeitsmarkt, in Bildung, beim Wohnen, beim öffentlichen Dienst sowie bei den Angeboten sozialer Dienstleistungen sowie bei kulturellen und Freizeitaktivitäten. Eine aktive Politik, die Chancengleichheit in der Gesellschaft verankern will, kann dabei auf verschiedene und vielfältige politische und praktische Ansätze, Konzepte und Instrumente zurückgreifen: Anti-Diskriminierungsgesetz, Gleichstellungspolitik, Equal Opportunity Policy, Affirmative Action, Diversity Management etc.
Integrationspolitik in Deutschland
Den Zugang zu Integrationsangeboten auf spezielle Zuwanderergruppen zu beschränken, macht politisch daher wenig Sinn. Die Integrationspolitik soll sich vielmehr auf vergleichbare Problemlagen - wie etwa Bildungs- und Sprachdefizite - ausrichten. Das Gesamtkonzept der Sprachförderung, das auf Bundesebene sowohl Spätaussiedler als auch andere Zuwanderergruppen umfassen wird, ist beispielsweise ein erster Schritt in die richtige Integrationsrichtung.
Gerade die Investition in Sprachfähigkeit von NeubürgerInnen ist eine Investition in gesellschaftliche Integration. Sinnvoll ist deshalb ein dem niederländischen Vorbild vergleichbares Angebot von umfassenden Sprach- und Orientierungskursen in der ersten Phase des Aufenthalts, die allen legal Zugewanderten mit langfristiger Aufenthaltsperspektive gleichermaßen offen stehen. Dieses Angebot sollte gezielt mit Anreizen verbunden werden. So könnte z.B. bei nachziehenden Familienangehörigen die erfolgreiche Teilnahme an einem Sprach- und Orientierungskurs mit dem Recht auf unmittelbaren und unbeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt verknüpft werden.
Die überdurchschnittliche Erwerbslosigkeit unter Neuzuwanderern in Deutschland resultiert häufig auch aus den überaus komplizierten Regelungen des Arbeitsmarktzuganges. Ein erheblicher Teil von ZuwandererInnen hat überhaupt keinen Zugang zum Arbeitsmarkt oder nur einen nachrangigen - d.h. sie bekommen nur Arbeitsgenehmigungen für Arbeitsplätze, für die keine Deutschen oder bevorrechtigten Ausländer zur Verfügung stehen. Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit ist dies faktisch ein Ausschluss. Dadurch bleiben allen voran Asylbewerber sowie ein Teil von Inhabern einer befristeten Aufenthaltserlaubnis auf die Sozialsysteme angewiesen. Der größte Teil der restlichen MigrantInnen findet Arbeit vorwiegend im Niedriglohnbereich. Rassismus AFRIKANISCHE DIASPORA Rassismus DEUTSCHLAND Afro Deutsche Rassismus Sprache Diaspora DEUTSCHLAND INTRO MEKONNEN Medien Schwarze Deutsche KOLoNIAL Rassismus Geschichte AFROTAK cyberNomads STEREOTYPEN BOELL BLACK MEDIA DATABANK Afrika Deutsche
Schoggodrops: "Affirmative Action" - sind das nicht die Bonuspunkte und die Quoten für Schwarze an US-Amerikanischen Universitäten und Unternehmen? Ich finde es einfach peinlich, wenn man meint, man hätte sowas nötig. Na ja, gibt´s ja bald weltweit - und nur für Schwarze. Nicht für Weiße, nicht für Ostasiaten, nicht für Inder. Wer´s braucht...
Schoggodrops: Ach ja, zum Dauerthema Sklaverei: Weder ich noch meine Vorfahren hatten weder Sklaven gefangen noch beschäftigt. Wir haben mit Ochsen oder Pferden gepflügt. Viele Schwarzafrikaner und Araber können das nicht von sich behaupten. Denn es waren Schwarzafrikaner und Araber, die die Neger gefangen und versklavt haben. Die Weißen haben die Sklaven dann lediglich an der Küste fertig verschnürt und gekauft. Wie peinlich. Die Afrikaner haben ihre eigenen Brüder in die Sklaverei verkauft.
Author: AFROTAKTVcyberNmads; Uploaded: Nov 8, 2009; Duration: 0:55; Views: 28
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